Überführungstörn von Marseille nach Ayvalik (Türkei)

Herbst 2009

Skipper Toni Gruber und Hans Höflmair

Einige Mitglieder der MBB-SG Abt. Segeln machten sich auf, um eine 35 Fuß Yacht vom französischen Marseille aus in die Türkei zu überführen.

Anton Gruber übernahm die Yacht in Marseille und segelte mit einigen Vereinsmitgliedern – ab August – über Korsika durch die Strasse von Bonifatio, weiter an der Ostsküste Sardiniens entlang, nach Sizilien.

In der Straße von Messina konnte ich die Yacht übernehmen. An den Stränden Kalabriens vorbei in die Marina Cratoni, ca.70 sm Wegstrecke. Bei viel Wind segelten wir weiter nach Maria de Leuka; das ist die Ferse von Italien. Der Sprung hinüber nach Korfu war bei starkem Wind schnell vorbei. Erholsame Wochen verbrachten wir um die Region Korfu und kreuzten zwischen Paxos, Korfu und dem Festland.

Ende September ging es dann mit neuer Crew und viel Wind nach Levkas. Über einige Inseln vorbei nach Meganisie und Ithaka ab in den Golf von Patras. Später im Golf von Korinth besichtigten wir das Orakel von Delphi und viele andere Sehenswürdigkeiten die auf unserem Weg lagen.

Im Oktober dann wurde der Kanal von Korinth durchfahren, auf unserem Weg in den Saronischen Golf nach Süden.

Epidauros: hier konnten wir das Theater besichtigen und wohl den ersten Kurort Griechenlands, der noch bemerkenswert gut erhalten war. Weiter nach Osten mit den Stationen „Aiyina“, „Kap Sounion“, dem südlichsten Teil der Attika Küste. Den Tempel der Seefahrer haben wir besucht und um schönes Wetter gebeten, hat aber nichts geholfen.

Über die Ägäischen Inseln segelten wir bis nach Mykonos. Richtung Nordost ging es noch über Siros, Chios und Lesbos nach Ayvalik in die Türkei.

Insgesamt dauerte der Törn 13 Wochen und dabei wurden ca. 2000 sm (etwa 3700 km) zurückgelegt.

Eine erlebnisreiche und spannende Reise, die den 12 Teilnehmern unvergesslich bleiben wird. Poseidon, der Gott des Meeres, sorgte dafür, dass sich das Wetter in den letzten 4 Wochen sehr stürmisch präsentierte.

Von Regen, Kälte und Stürmen gebeutelt waren wir dann letztlich froh, Mitte November wieder zu Hause zu sein, selbst wenn es hier noch kälter war. Aber ein warmer Kachelofen macht es doch wärmer und behaglicher.

(Johannes Höflmair)

 

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